ADAC Wikinger Rallye
RSS-Feed  RSS Feed

Kontakt

ADAC Wikinger Rallye 2010 

ADAC Wikinger Rallye
Drosselweg 4
24879 Neuberend
Tel.: +49 4621 953300
Fax: +49 4621 953301

Auf einen Klick

Partner


ADAC Schleswig Holstein e. V. Deutscher Motor Sport Bund e.V. Deutsche Rallye Meisterschaft Norddeutscher ADAC Rallye Cup Roys Radio Rental

Zurück zum Anfang

10.02.2010

Gesamtsieger der Wikinger-Rallye 1984 bei den Slowlys dabei
Bei der ersten „offiziellen“ Wikinger-Rallye 1984 ließ er mit der Startnummer 1 alle hinter sich, der in Castrol-Farben lackierte Manta 400 des dänischen Teams Jens-Ole Kristiansen/Marianne Pedersen. Und 26 Jahre später rollt er funkelnagelneu wieder an den Start der Wikinger-Rallye. Derselbe Wagen? – Nein, nicht ganz, aber zumindest fast. Ein typischer Fall der im besten Sinne verrückten „Slowly Sideways“-Truppe. Diese mittlerweile auch im „Wikinger-Land“ bekannte Interessengemeinschaft von Eignern historischer Rallyefahrzeuge hat es sich zur Aufgabe gemacht, die automobilen Museumsschätze des Rallyesports zu pflegen und der Öffentlichkeit regelmäßig vorzuführen. Aber bitte doch nicht im Museum, sondern als Showevent im Rahmen einer „echten“ Rallye,  und möglichst im gepflegten Drift, wenn es denn die Motorleistung des historischen Boliden zulässt. Und so wird in diesem Jahr bei den „Wikingern“ bereits zum dritten Mal eine bunte Truppe vor dem Hauptfeld die Zuschauer auf die Action einstimmen. Alles Wagen, die einst in den seligen Zeiten der Gruppen 2, 4 und B Rallyegeschichte geschrieben haben. Im historisch „originalen“ Outfit, mit den Formen von gestern und dem Sound vergangener Jahre.

Und was ist nun mit dem Kristiansen-Manta von 1984, pardon 2010? – Zurück auf Anfang: Als der Castrol-Manta 400 Gr. B im Rallyetrimm 1984 als Gesamtsieger über die Zielrampe rollte,  gab ein junger Mann namens Ralf Frauenschuh weiter im Süden der Republik stolz seinem Manta 400 in Straßenzulassung die Sporen, allerdings ohne etwas von „Rallye“ zu ahnen oder zu wissen. Dazu musste er 1987 erst von einem Freund zu einem Besuch des Truppenübungsplatzes Walldürn überredet werden. Und als ihn dort ein gewisser Harald Demuth als Teilnehmer der Rallye Baden-Württemberg in flotter Vorbeifahrt mit seinem Fricker-Mercedes 190 E 2,3-16 auf Schotter gnadenlos einstaubte, war es geschehen: Der Rallye-Virus hatte Frauenschuh schlagartig gepackt und lies ihn zeitlebens nicht mehr los… 20 Jahre und etliche historische Rallyes später stößt Frauenschuh in einer dunklen Halle zufällig auf einen ausgedienten Manta 200 Gruppe B, der zwischen 1987 und 1990 regelmäßig über den Nürburgring geprügelt worden war. Und da war dann diese Vision, über 20 Jahre zurückzureisen und das Auto aus jungen Jahren wiederauferstehen zu lassen Jetzt aber im optimierten und historisch korrekten Zustand als Rallyelegende, ganz im Sinne der Selbstverpflichtung von Slowly Sideways. Über das Internet stieß Frauenschuh auf Bilder des Manta 400, den der mehrfache dänische Rallyemeister Jens-Ole Kristiansen 1984 eingesetzt hatte. „Mir gefielen die Castrol-Farben einfach besser als die meist übliche Rothmans-Lackierung der Werkswagen“, so Frauenschuh. Ein Anruf in Dänemark genügte. Kristiansen zeigte sich von der Idee begeistert und unterstützte den Neuaufbau seines Rallye- wagens von einst mit Unterlagen und Fotos. 11 Monate stand das Restaurationsobjekt dann in der Halle des Autohauses Wolf in Rockenhausen (Pfalz). Rüdiger Wolf, selbst Besitzer mehrerer historischer Rallyewagen und Spezialist für „Slowly Sideways“ – Fälle, baute mit mühsam recherchierten Originalteilen und/oder Nachbauten den Rundstrecken-Manta 200 um in die Gruppe B 400er-Version von 1984. Im November 2009 erfolgte die Übergabe. Bei der Wikinger-Rallye 2010 findet dann an historisch korrektem Ort der erste Einsatz auf einer Rallyepiste statt. – Ob Jens-Ole mal vorbeischaut…?

Hans Friedrich Helfrich
Näheres zu „Slowly Sideways“ hier…

Sponsoren


eon HANSE Team AG Stoll-Haus Skoda EDUR Böklunder VOLVO Kiso - Unser Service - Ihr Vorteil Physiotape - made by Kinseo